Sea bass on river Aljezur (Portugal) 

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Die Nordküste der Algarve ist ein landschaftlich reizvoller Ort: beeindruckende Klippen und wunderschöne Strände. Ein Ziel für Surfer und Sonnenanbeter. Strände wie Arrifana und del Clerigo sind fantastische und bekannte Orte.


Playa Amoreira war einer dieser Juwelenstrände, bis er im Winter 2019 von den Meeresströmen und den Wellen fast vollständig erodiert wurde.


Am Playa Amoreira befindet sich die Mündung des Flusses Aljezur. Ein kurzes Fliessgewässer das etwa 10 Kilometer entfernt im gleichnamigen Dorf entspringt. Der Atlantik ist hier rau, das Wasser kalt und starken Gezeiten ausgesetzt.


Der Strand ist bekannt und gut besucht, nicht nur bei Surfern, auch Schwimmer und Sonnenanbeter lieben ihn. Daher sind die besten Stunden für die Fliegenfischer entweder ganz früh am Morgen oder wenn die Sonne untergeht.


Wenn die Flut in den Fluss eindringt, ist die Strömung so stark, dass der Eindruck entsteht, der Strom laufe auf seine Quelle zu. Gruppen von kleinen Meeräschen halten sich hier auf.


Eines Tages, als ich die Rute nicht dabei hatte, konnte ich zahlreiche Wolfsbarsche beobachten, die im Fluss, in der Nähe vom Ufer etwas vom Sand klauben. Ich konnte nicht verstehen, was sie fraßen. Ein Phenomen, das ich nie wieder gesehen habe.


Daher war ich am nächsten Tag mit meiner Fliegenrute dort. Nachdem ich verschiedene Streamer ausprobiert hatte, stellte sich heraus, dass die beste Farbe Chartreuse war.


Kleine Wolfsbarsche, die in den ersten Sekunden etwas Größeres am anderen Ende der Schnur erhoffen lassen.


Weiter flussabwärts gibt es einen großen Pool. Hier verlangsamt sich die Strömung. Ich werfe gute 20 Meter, mitten in die Lagune und beginne mit dem Strippen. Als die Fliege fünf Meter von mir entfernt ist, sehe ich einen großen Schatten, der ihr folgt. Er ist eine Armlänge lang. Ich beschleunige das Strippen und der Bass scheint die Fliege zu nehmen, aber nichts! Der Fisch ist weg, meine nächsten Versuche schaffen es nicht, den großen wolfsbarsch zurück zu locken.


Was für ein Fisch! Er hätte meinen Tag unvergesslich gemacht! Nun kehrt der Strom wieder um, in Richtung Ozean. Ich wechsel die Fliege mit einem gelbgrünen Fellstreifen Streamer. Es gelingt mir, noch ein paar kleine Wolfsbarsche zu fangen.


Nichts großes, Fische von 20 bis 25 cm. Es scheint, dass ich heute die Gelegenheit schon verpasst habe, den grossen Wolfsbarsch zu fangen.


Wenn die Flut endet, enden auch die Fänge. Fünfzehn Meter über mir, versucht ein Felsenangler sein Glück. Ich mache noch ein paar Würfe im offenen Ozean, aber mit kurzen Hosen ist das Wasser zu kalt. Daher entscheide ich mich, einfach den herrlichen Sonnenuntergang zu genießen.


Auch wenn ich andere Farben ausprobiert habe, hat die Chartreuse-Farbe die Nase vorne gehabt. Oben die zwei Fliegen, die alle Fische gefangen haben.


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